Alle Hasen haben es schwer! Nicht umsonst war der Feldhase (Lepus europaeus) Tier des Jahres 2001. Besonders in Nordrhein-Westfalen steht Unsereiner auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten. Das heißt, wir sind dort vom Aussterben bedroht! Schlimm!
Osterkarte von 1915Noch mehr Sorgen machen wir uns aber um einen ganz speziellen Artgenossen. Es handelt sich dabei um den Europäischen Schweinshasen, Lepus porcus europaeus, den hier eine alte Osterkarte von 1915 zeigt.
Die nachstehende Vergrößerung führt seine Artmerkmale  deutlich vor Augen: Die kurzen, spitzen Schweinsohren, die überall durch das Fell schimmernde rosa Hautfarbe und nicht zuletzt die Schweinspfoten! Dem abgebildeten Exemplar fehlt zudem der rechte Hinterlauf. Eine Kriegsverletzung?Schweinshase

Er hat, trotz dieses Handicaps, in treuer Pflichterfüllung den schweren Dienst des Osterhasen übernommen, was angesichts des riesigen Ostereis eine für den Behinderten fast unerfüllbare Aufgabe darstellt.
Der Schweinshase ist seitdem auch nicht wieder gesichtet worden. Vermutlich ist er damals ausgestorben!

 


Noch mehr Sorgen als um den Europäischen Schweinshasen machen wir uns aber um die Artgenossen, die jedes Jahr der Jagd zum Opfer fallen. Hier eine besonders scheußliche Jagdszene auf einer alten Postkarte:

alte Postkarte aus den 30er Jahren

Zum Glück ist die Jagd auf Hasen hier bei uns im Ruhrgebiet schon seit vielen Jahren ausgesetzt, so daß solche schlimmen Exzesse der Vergangenheit angehören. Unsereiner hat es trotzdem schwer, denn es gibt in der Peripherie der Städte nur noch  wenige freie Felder mit leckeren Kräutern und Feldrainen für unsere Kinderstuben! Die Menschen müssen ja unbedingt ins “Grüne” ziehen. Für unsere Sassen ist dann kein Platz mehr.
Das bedeutet: Exil! Wie schön war doch die weite Steppe...